Die Europäische Verordnung über Lieferverpackungen in der Gastronomie
Die Vorschriften für Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln
Im Bereich der Gastronomie und insbesondere bei der Essenslieferung ist die Verpackung von Lebensmitteln von entscheidender Bedeutung, sowohl für die Lebensmittelsicherheit als auch für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. In Europa regelt eine strenge Verordnung die Materialien und Methoden, die zur Verpackung von Lebensmitteln verwendet werden, um sicherzustellen, dass weder die Qualität der Speisen noch die Gesundheit der Verbraucher beeinträchtigt werden.
Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln: Was die Vorschriften sagen
Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 müssen Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, sicher sein und dürfen keine schädlichen Stoffe auf die Lebensmittel übertragen. Diese Gesetzgebung gilt für alle Materialien, egal ob aus Kunststoff, Papier, Glas oder Metall, und schreibt vor, dass sie die organoleptischen Eigenschaften (Geschmack, Geruch, Textur) der Lebensmittel nicht verändern dürfen.
In diesem Zusammenhang sind Klammern im Kontakt mit Lebensmitteln zu vermeiden. Es gibt keinen ausdrücklichen Verbotsartikel, aber sie stellen einen Fremdkörper dar: Wenn sich eine Klammer löst und in ein Gericht gelangt, besteht die Gefahr von Verletzungen, versehentlichem Verschlucken und Kontamination. Daher unterliegen sie den HACCP-Pflichten gemäß der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 und dem allgemeinen Sicherheitsgrundsatz für Lebensmittel der Verordnung (EG) Nr. 178/2002.
Verschluss von Verpackungen bei der Lieferung
Die Lieferung von Speisen ist eine gängige Praxis, bei der der Einsatz von geeigneten Verpackungen entscheidend ist. Restaurants müssen sicherstellen, dass die Methoden zum Verschließen der Verpackungen sicher und nachvollziehbar sind: sichere Verschlusssysteme, passgenaue Deckel oder haftende Siegel.
Im Gegensatz dazu wird das Verschließen einer Liefertüte mit einer Klammer stark abgeraten: Diese Methode bringt einen Fremdkörper in potenziellen Kontakt mit Lebensmitteln und bietet keine Unversehrtheit. Im Falle eines Fremdkörpers kann die Verantwortung des Betriebs bei einer Lebensmittelkontrolle oder Reklamation zur Haftung führen. Fachleute sollten daher auf konforme und nachvollziehbare Methoden setzen.

Alternativen zum Verschließen von Lieferverpackungen
Um die Effizienz und Sicherheit der Essenslieferung zu gewährleisten, können verschiedene Alternativen zu Klammern in Betracht gezogen werden:
- Linerless Klebepapier (oder linerfree): Kompatibel mit Küchen-Ticketdruckern, ist dieses papierlose Trägerpapier feuchtigkeits- und hitzebeständig. Es versiegelt die Bestellung wie ein Unversehrbarkeitsstreifen und zeigt gleichzeitig das Gericht und Ihre Marke an.
- Standardkleber: Einfach zu verwenden, aber zeitaufwendig bei manueller Anwendung.
- Beutel oder Boxen mit automatischem Verschluss: Eingebaute Klappen oder Laschen zum Versiegeln ohne Zubehör.
- Wiederverwendbare Clips mit Lebensmittelkontakt-Zertifizierung: Praktisch für flexible Verpackungen, vorausgesetzt sie sind für den Lebensmittelkontakt zertifiziert.
- Lebensmittelechte Gummibänder: Einfach und wiederverwendbar, geeignet für Tüten und bestimmte Boxen.
Diese Alternativen gewährleisten den Schutz der Lebensmittel während des Transports und erleichtern die Logistik in der Küche.
Fazit
Die Einhaltung der europäischen Vorschriften für Lebensmittelverpackungen ist unerlässlich, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten und die Qualität der Mahlzeiten sicherzustellen. Statt der Klammer, die einen Fremdkörper ohne Unversehrbarkeit darstellt, sollten Restaurants sichere und nachvollziehbare Lösungen zum Versiegeln ihrer Lieferverpackungen bevorzugen.
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