Linerless: Definition, Vorteile und Einschränkungen für Fachleute

Linerless: das selbstklebende Band ohne Silikonträger

Der Begriff linerless bezeichnet ein selbstklebendes Band, das ohne durchgehenden Silikonträger hergestellt wird, im Gegensatz zu herkömmlichen Rollen, bei denen jedes Etikett durch einen Silikonträger geschützt ist, der nach dem Abziehen entsorgt wird. Bei einer linerless-Rolle ist der Klebstoff direkt mit einer Antihaftbeschichtung auf der Rückseite des Etiketts versehen, was es ermöglicht, das Band auf sich selbst zu rollen, ohne dass es dauerhaft klebt, und ohne eine separate Silikonschicht zu benötigen.

Diese Konstruktion bietet mehrere konkrete Vorteile, die von Fachleuten geschätzt werden. Der erste ist die signifikante Reduzierung des bei der Nutzung entstehenden Abfallvolumens: Ohne Trägerfolie muss der Endanwender keine kontinuierliche Entsorgung von Silikonbändern mehr organisieren, ein immer wichtigeres Argument für Unternehmen, die Wert auf ihre Umweltbilanz und die Kosten der Abfallentsorgung legen. Der zweite Vorteil ist die erhöhte Laufleistung pro Rolle: Bei gleichem Rollendurchmesser ermöglicht das Fehlen des Trägers mehr laufende Meter Etiketten, was die Häufigkeit des Rollenwechsels an stark frequentierten Arbeitsplätzen reduziert – ein echter Zeitgewinn für die Teams.

Der linerless stellt jedoch spezifische technische Anforderungen, die jeder professionelle Käufer kennen sollte, bevor er seine Druckerflotte umstellt. Der verwendete Klebstoff muss so formuliert sein, dass er repositionierbar oder mit kontrollierter Klebkraft ist, um unerwünschte Klebstoffübertragungen zwischen den Wicklungen der Rolle beim Aufrollen zu vermeiden. Die eingesetzten Drucker müssen ebenfalls mit dieser Technologie kompatibel sein, insbesondere was den Schneidemechanismus betrifft, der so angepasst sein muss, dass er nicht an der Klinge klebt, sowie das Erkennungssystem, das die herkömmliche Etikettenerkennung durch das Lesen von auf der Rückseite des Bands gedruckten Markierungen ersetzt, anstatt die Übergänge zwischen Etiketten auf einem Silikonträger zu erkennen.

Für die Branchen CHR, Foodservice und Logistik, die Hauptzielsegmente für linerless, erfüllt diese Art von Rolle eine doppelte Herausforderung: die langfristige Senkung der Verbrauchskosten und die Erfüllung der steigenden Anforderungen an die Abfallreduzierung, die sowohl von den Endkunden als auch von der europäischen Umweltgesetzgebung vorangetrieben werden. Es ist jedoch ratsam, vorab die genaue Kompatibilität der eigenen Druckausrüstung mit linerless zu prüfen, da ein nicht für diese Technologie ausgelegtes Modell vorzeitige Verschmutzungen des Druckkopfs oder der Schneidklinge erleiden kann.

Schließlich sollte die Umstellung auf linerless ganzheitlich bewertet werden, indem sowohl die Kosten des Verbrauchsmaterials, die Steigerung der Laufleistung, die Abfallreduzierung als auch die eventuell erforderlichen Investitionen in kompatible Druckausrüstung berücksichtigt werden, um zu bestimmen, ob sich die Investition im Verhältnis zum jährlichen Etikettierungsvolumen lohnt.

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