Greifzange: Definition und gestalterische Anforderungen
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Die Greifzone: der unverzichtbare nicht bedruckbare Bereich für die Herstellung
Die Greifzone bezeichnet den nicht bedruckbaren Randstreifen rund um das Etikettenbogen, der in den technischen Zeichnungen der Fachkataloge rot markiert ist, aber auf den fertigen Produkten, die an den Kunden geliefert werden, niemals bedruckt erscheint. Dieser Randbereich ist eine rein mechanische Vorgabe, die mit dem Druck- und Verarbeitungsprozess der Etikettenbögen zusammenhängt.
Bei den Druckmaschinen, die zur Herstellung von Etikettenbögen verwendet werden, insbesondere bei Farbdrucken im Offset- oder Flexodruck, muss das Material mechanisch von Greifern erfasst und transportiert werden, die es durch die verschiedenen Druck- und Lackierstationen führen. Diese Greifer benötigen eine spezielle Fläche, die frei von Farbe oder Relief ist, um einen sicheren Halt zu gewährleisten, ohne die bedruckte und nutzbare Fläche des Bogens zu beschädigen oder zu markieren. Dieser technische Bereich, der auf dem Endprodukt unsichtbar ist, da er später entfernt wird oder außerhalb der nutzbaren Schnittfläche liegt, bildet genau die Greifzone.
Für einen Profi, der ein individuelles Etikettendesign erstellt, ist das Verständnis der Greifzone von Anfang an in der grafischen Gestaltung entscheidend. Wichtige Elemente des Designs, wie ein Logo, ein rechtlicher Hinweis oder ein Barcode, dürfen niemals in diesem Randbereich platziert werden, da sie sonst auf dem fertigen Produkt teilweise oder vollständig fehlen, auch wenn sie auf der digitalen Vorlage vor dem Druck sichtbar sind. Seriöse Lieferanten stellen stets eine Vorlage mit den Sicherheitsabständen zur Greifzone bereit, ein Dokument, das bei der Gestaltung des Designs unbedingt beachtet werden muss.
Die Breite der Greifzone variiert je nach verwendetem Druckmaschinen-Typ und dem hergestellten Bogenformat, liegt aber in der Regel zwischen einigen Millimetern und ein bis zwei Zentimetern. Diese technische Vorgabe erklärt auch, warum bei bestimmten maßgeschneiderten Etikettenformaten ein relativ hoher Materialverlust im Vergleich zur final nutzbaren Fläche entsteht – ein Faktor, der in die Kalkulation der tatsächlichen Herstellungskosten eines individuellen Bogens einfließen muss.
Schließlich ist es sinnvoll, die Greifzone von der technischen Randzugabe für das Abziehen (Echenillage) oder das Schneiden (Refente) zu unterscheiden, die andere Verarbeitungsanforderungen betreffen. Die Greifzone bezieht sich speziell auf den mechanischen Transport des Bogens in der Druckmaschine, während das Abziehen den Materialentzug zwischen den geschnittenen Etiketten betrifft und das Schneiden lineare Schnitte an Vorder- oder Rückseite beschreibt. Diese technischen Unterscheidungen ermöglichen es einem professionellen Einkäufer, bei der Gestaltung eines individuellen Designs effektiver mit seinem Lieferanten zu kommunizieren.